Andreas Humke

...das waren Sequenzen!

Andreas Humke, Crownscup-Teilnehmer 2007, schaffte es 2006 bis ins Halbfinale der WM in Monte Carlo, wo er dem Weltmeister von 1980, Luigi Villa aus Italien, in einem denkwürdigen Match knapp unterlegen war. Er ist ein gefürchteter Turnierspieler, seine große Leidenschaft jedoch ist das Moneygame. Im Folgenden stellt er sich kurz selbst vor:

WIE IST ES MÖGLICH,
DAß ICH DAS NACH 20 JAHREN
SPIELEN IMMER NOCH NICHT
WEISS?!

"Mein Name ist Andreas Humke. Ich bin 36 Jahre alt, ledig und habe keine Kinder (von denen ich weiß). Mein Wohnort ist z.Zt. noch Dortmund, wo ich von 1991 bis ca. 1999 Statistik an der Universität Dortmund studiert habe.

Backgammon spiele ich seit ca. 1988/89 – seither auch um Geld.

Bevor ich Backgammon entdeckt habe war ich ein begeisterter Schachspieler. Heutzutage spiele ich auch Poker – allerdings außschließlich des lieben Geldes wegen – Poker als solches mag ich nicht so sehr wie Schach oder Backgammon.

Während meines Studiums hier in Dortmund habe ich viel mit Johannes Levermann und Dirk Schiemann trainiert, was als meine Grundausbildung beim Backgammon angesehen werden kann.

Ich fahre seit 1995 regelmäßig auf internationale Turniere und mag neben der finanziellen Seite auch die Gesellschaft der anderen Spieler und die Locations, zu denen ich durch das Spiel komme."


SpielerInterview

Wie können Sie am besten entspannen?

Musik hören.


Mit wem würden Sie gern einen Monat lang tauschen?

 

Machtmenschen faszinieren mich – mal 1 Woche dem Präsidenten von X auf die Finger schauen....das wäre spannend !!

 

Wofür geben Sie am liebsten Ihr Geld aus?

 

Ich esse täglich gut und habe auch das Gefühl für mein Geld etwas gutes zu bekommen.

 

Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Backgammonpartie?

 

Mit dem Nachbarsjungen auf der Rückseite des Schachbretts aus der Spielesammlung. Ich war etwa 13,14 Jahre alt.

 

Wie oft spielen Sie Backgammon?

 

Nahezu täglich.

 

Warum ist Backgammon einzigartig? Ist es das überhaupt?

 

Einzigartig ist die Vielfalt des Spiels – immer neue Situationen – und immer wieder fragt man sich: "Wie ist es möglich, dass ich das nach 20 Jahren Spielen immer noch nicht weiss ?!"


 

EntwederOder

 

1. Backgame oder Blitz?   

Backgame

 

 

2. Anzug oder Jeans?

Je nach Situation – normalerweise Jeans – aber man sollte sich den Situationen anpassen können.

 

3. Schach oder Poker?
100% SCHACH !!

4. Online oder Offline?      

ONLINE

 

5. Strand oder Schnee?       

Strand

 

6. Monte Carlo oder Las Vegas?       

Monte Carlo

 

 

Sind Sie abergläubisch beim Backgammon?

Nein.

 

Sind Sie ein guter Verlierer?

 

Es ist viel leichter ein "guter" Verlierer zu sein als ein guter Gewinner....man muß dem Unterlegenen seine Ehre lassen und darf ihn nicht auslachen bzw. zu überheblich sein.

 

Wer sind Ihre einflußreichsten Vorbilder und Lehrer beim Backgammon?

 

Snowie & JellyFish, Schiemann, Levermann...in dieser Reihenfolge.

 

Was unterscheidet Ihrer Ansicht nach einen typischen Backgammon-Spieler vom Rest der Welt?

 

Backgammonspieler sind vor allem analytisch begabte Leute.

 

Welches sind Ihre Lieblingsspiele und -sportarten abgesehen von Backgammon?

 

Schach.

 

Was gefällt Ihnen NICHT am Backgammon?

 

Das auf den Turnieren immer weniger und weniger Moneygame gespielt wird – das war vor 5-10 Jahren noch anders – unvergessene Schlachten haben wir damals noch ausgetragen...

 

Sind Sie ein Gewinner?

 

Sonst würde ich wohl nicht interviewt.

 

Sind Sie sportlich aktiv? Falls ja, inwiefern?

 

Vor Turnieren gehe ich ein bisschen Schwimmen – ansonsten NO SPORTS....

 

Haben Sie Backgammon schon einmal aus tiefstem Herzen gehasst?

 

Ich habe als Schüler mal ein Loch in eine Wand getreten und in Monte Carlo mal einen Würfelbecher zerrissen...Das waren Sequenzen...;(

 

Würden Sie ein Backgammon-Board und ein paar Würfel auf eine einsame Insel mitnehmen?

 

Na klar.

 

Welches sind Ihre größten Stärken (und Schwächen) als Backgammon-Spieler?

 

Wenn ich spiele bin ich in der Regel gut motiviert und konzentriert – aber manchmal auch erschreckend unkonzentriert und irgendwie neben der Kappe.


 

Was stört Dich momentan beim Backgammon?

 

Ich empfinde es als das größte Übel der letzten 2-3 Jahre, dass von einigen Backgammon-Anbietern ein Ratingsystem eingeführt wurde. Abhängig von der Ratingdifferenz wird anschließend die Rakehöhe ermittelt – das ist in meinen Augen eine KATASTROPHE und ich kann nur hoffen, dass dieses Beispiel keine Schule macht.

Einer der Anbieter hat übrigens Ratings inzwischen wieder gänzlich abgeschafft!

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